Ende der Dreharbeiten zum Kinospielfilm «Meinen Hass bekommt ihr nicht» von Jan Braren

Die Verfilmung des Romans von Antoine Leiris über die Anschläge auf das Pariser Bataclan im Jahr 2015 ist abgedreht. Die Drehbuchadaption zu «Meinen Hass bekommt ihr nicht» von Jan Braren, Marc Blöbaum und Kilian Riedhof gewann zum Auftakt der 70. Berlinale 2020 die wichtigste Auszeichnung für DrehbuchautorInnen in Deutschland: die Goldene Lola für das beste unverfilmte Drehbuch. Regie führt Kilian Riedhof.

«Meinen Hass bekommt ihr nicht» (im Original «Vous n’aurez pas ma haine») basiert auf dem assoziativen poetischen Bericht Leiris', der beim Terroranschlag auf das Pariser Konzerthaus Le Bataclan seine Frau Hélène verlor. In einem bewegenden Facebook-Post stellt er dem Hass der Attentäter die Liebe zu seinem knapp zwei Jahre alten Sohn entgegen. Und doch droht er in seiner Trauer den Halt zu verlieren, kämpft mit Wut und Verzweiflung.
Der Film beleuchtet die Tage nach dem Ereignis, das weltweit für Anteilnahme sorgte, aus der sehr persönlichen Perspektive eines Vaters, der sich auf einmal allein um seinen kleinen Sohn kümmern muss. Es ist die Momentaufnahme eines Lebens im Ausnahmezustand und schließlich einem zerbrechlichen Neubeginn. «Den [Drehbuch-]Autoren gelingt es, die Tonalität der Vorlage mit den ganz eigenen Mitteln des Filmes zum Klingen zu bringen. Die Tragik des Geschehens wird auf eine tiefe Weise spürbar; die menschliche Botschaft von Leiris überzeugt umso mehr», urteilte die Berlinale-Jury. Sebastian Andrae, geschäftsführender Vorstand des VDD und Moderator der Lola-Preisverleihung, ergänzt: «Mit ‹Meinen Hass bekommt ihr nicht› hat die Jury ein Drehbuch ausgezeichnet, das auf traurige Weise nicht besser in diese Tage passen könnte.»
In den Hauptrollen zu sehen sind Pierre Deladonchamps («Eine kanadische Reise»), Camélia Jordana («Die brillante Mademoiselle Neïla»), Anaïs Dahl («Annette») und Zoé Iorio.

Es produziert Komplizen Film (Janine Jackowski, Jonas Dornbach) in Ko-Produktion mit Haut et Court (Julie Billy, Carole Scotta), Frakas Productions (Belgien) und dem NDR. «Meinen Hass bekommt ihr nicht» ist als Kinospielfilm geplant (Tobis Filmverleih) und wird gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem BKM, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein sowie dem FFA-Minitraité.

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