«Aufbruch ins Ungewisse» von Eva und Volker A. Zahn erhält den Sonderpreis des Marler Medienpreises für Menschenrechte

Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung wurden am Samstag, den 10. Oktober 2020, die Preisträger und Preisträgerinnen des 11. Marler Medienpreises für Menschenrechte ausgezeichnet. Geehrt wurden TV-Beiträge diverser Formate.

Der Sonderpreis geht an den deutsch-südafrikanischen Fernsehfilm «Aufbruch ins Ungewisse» nach einem Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn. Der Film wurde im Auftrag der ARD von Degeto Film, WDR und Hager Moss Film für Das Erste produziert und am 14. Februar 2018 erstausgestrahlt. Regie führte Kai Wessel, die Redaktion hatte Sophie Seitz. In «Aufbruch ins Ungewisse» wird ein Perspektivwechsel der Flüchtlingsproblematik erzählt. Die Dystopie zeichnet in Umkehrung der zeitgenössischen Verhältnisse das Bild von Europäern aus der Mittelschicht, die sich aufgrund der politischen Situation in ihrer Heimat gezwungen sehen, nach Afrika zu fliehen.

Gabriele Stein, die Sprecherin des Vorstandes von Amnesty International Deutschland, betonte in ihrem Grußwort, es sei wichtiger denn je, auf kritische und wahrheitsgetreue Berichterstattung zu achten. Um der zunehmenden Aggressivität und Verrohung der Sprache – sowohl im Alltag als auch in den sozialen Medien – entgegenzuwirken, sei Pressefreiheit von besonderer Bedeutung. In diesem Zusammenhang erwähnte Gabriele Stein die vielen inhaftierten und getöteten Journalistinnen und Journalisten weltweit (Quelle: Amnesty).