Wolfgang Kaes: «Spur 24»

31 Jahre war Ellen Rausch nicht mehr in Lärchtal, hatte als Journalistin Karriere gemacht – bis vor zwei Jahren der Absturz folgte. Sie greift nach dem letzten Strohhalm: einer Stelle als Lokalreporterin beim Eifel-Kurier. Statt Politskandale nun das örtliche Schützenfest. Doch dann eine amtliche Bekanntmachung: Eine seit langem verschollene Frau soll für tot erklärt werden. Eine Formalie. Aber kann in einem kleinen Ort wie Lärchtal einfach ein Mensch verschwinden? Ellen schaut genauer hin und deckt eine Geschichte auf, die in der beschaulichen Eifel wohl keiner vermutet hätte ...

Wolfgang Kaes hat einen Kriminalroman geschrieben, der nur auf Grund einer bitteren Wahrheit entstehen konnte. Eine ideale Vorlage für einen großen Film. Ein Vermisstenfall, auf den Kaes nur durch einen Zufall kam und der ihm keine Ruhe lies, bewegte ihn zu einer Recherche, durch die ein tragisches Tötungsdelikt aus dem Jahre 1996 aufgeklärt werden konnte. Aus dieser Stoffvorlage machte Kaes einen Kriminalroman, welcher den Leser mit einem Mix aus Wahrheit und Fiktion in einen Fall zieht, der nicht nur durch seine ernorme Spannung glänzt, sondern vorallem auch durch die Aufklärung juristischen Unvermögens und bürokratischer Idiotie. 2013 bekam Kaes für diese «investigative Recherche» den Henri-Nannen-Preis.

«Was sich für Sie bislang lesen muss wie der Einstieg in einen mit Klischees überfrachteten schlechten Roman, war für mich der Einstieg in einen vier Monate währenden Alptraum. Schlaflose Nächte, bohrende Selbstzweifel, ignorante bis zunehmend verärgerte staatliche Behörden, merkwürdige Anrufe, sorgsam gewahrte Kleinstadtgeheimnisse, der Blick in seelische Abgründe.»

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