Susanne Finkens mitreißender Kinderfilm «Zu weit weg» kommt ins Kino

Ein Kinderkinofilm, wie er aktueller kaum sein könnte: «Zu weit weg» erzählt von Zuwanderung und Integration, vom Braunkohleabbau, von den Hürden des Neuanfangs – und vom Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Susanne Finken schrieb das Drehbuch zum gefeierten Film, der bereits auf zahlreichen Festivals lief und mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Preis der Kinderjury auf dem 15. Filmfestival Zürich und dem Kinder- und Jugendfilmpreis des Goethe Instituts. Regie führte Sarah Winkenstette, es produzierte Weydemann Bros. in Koproduktion mit der Orange Roughy Filmproduktion, Rotor Film und dem NDR. Deutscher Kinostart ist der 12. März 2020.

Zwei Neuankömmlinge werden Freunde für immer

Der elfjährige Ben (Yoran Leicher) ist neu an der Schule. Da sein Heimatdorf wegen Braunkohleabbaus umgesiedelt wird, musste die Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. Doch nicht aller Anfang ist leicht und Ben fühlt sich bald als Außenseiter. Noch nicht einmal in der Fußballmannschaft läuft es rund, und das, obwohl Ben ein begnadeter Stürmer ist. Da hat es ihm gerade noch gefehlt, dass ein weiterer Neuer an der Schule ihm die Show auf dem Platz stiehlt. Tariq (Sobhi Awad) kommt aus Idlib in Syrien und ist nach Deutschland geflüchtet. So buhlen die beiden Jungen um die Anerkennung ihrer Mitschüler und beäugen einander misstrauisch. Doch schnell merken sie, dass sie mehr gemeinsam haben als Fußball und den Verlust ihrer jeweiligen Heimat. Und so überwinden sie die anfängliche Rivalität und brechen auf zu spannenden Abenteuern. Auf Fahrradtouren entlang brachliegender Tagebauten, am nächtlichen Lagerfeuer und auf dem Fußballplatz, auf dem sie gemeinsam unbesiegbar werden, entsteht zwischen den beiden Neuankömmlingen eine Freundschaft fürs Leben.
Ein Kinderfilm, dem die Balance zwischen Ernst und Unterhaltung gelingt wie keinem zweiten. «Weinen und Lachen liegen im echten Leben sehr oft nah beieinander», so die Regisseurin. «Sowohl die ernsten als auch die leichten Momente waren bereits im Drehbuch von Susanne Finken angelegt.»

«Zu weit weg» wurde unter anderem westlich von Köln in einem stark vom Abriss der Dörfer betroffenen Gebiet im Rheinischen Braunkohlerevier gedreht.





Fotos: © farbfilm verleih GmbH
Susanne Finkens mitreißender Kinderfilm «Zu weit weg» kommt ins Kino

Zum Autor