Kinopremiere im August: Stefanie Sargnagels «Statusmeldungen»

In 80 Tagen aus dem Bett: Die Dreharbeiten zur Verfilmung von Stefanie Sargnagels «Statusmeldungen» sind abgeschlossen. Die Rowohlt Medienagentur hat die Filmrechte an Hiebler Ertl Film verkauft. Sabine Hiebler und Gerhard Ertl, die auch Regie geführt haben, bringen die Kurzbotschaften – zwischen Prekariat und Lesebühne, Gemeindebau und Beisl – gemeinsam mit Golden Girls Film in die Kinos. Premiere ist am 20. August in Wien.

«Kein Job mehr, kein Boyfriend, keine Freunde. Das nennt man Karriere»

«4. 4. 2016 - Meine Wohnung ist wie ein Sarg, in dem ich die Stunden überdauere, in denen ich mich nicht gesellschaftsfähig fühle. Ich liege dort hinter abgedunkelten Fenstern herum, bis ich wieder ausfliege. Ich lade nie Besuch ein, ich starre taub aufs TV-Gerät, koche Nudeln und warte aufs Weiterleben.»

Stefanie Sargnagel erzählt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Der steile Weg vom Suff-Punk in die Hochkultur hat seinen Preis, wie Filmheldin Stefanie am eigenen Leib erfahren muss. Eine Erkenntnis mit nur einer logischen Konsequenz: Therapie ist angesagt. Sie ist, wie man so schön sagt, die «Stimme ihrer Generation« und weiß trotzdem nicht, was sie schreiben soll.
In weiteren Rollen zu sehen sind Hilde Dalik, Michael Ostrowski, Margarethe Tiesel, Christoph Krutzler, Thomas Gratzer, Voodoo Jürgens und Karl Merkatz. Produzenten sind Sabine Hiebler und Gerhard Ertl, Hiebler Ertl Film, und Arash Riahi, Golden Girls Film.

Fotos: © Hiebler Ertl Film / Golden Girls Film
Kinopremiere im August: Stefanie Sargnagels «Statusmeldungen»