«Dengler – Kreuzberg-Blues»: ZDF-Thriller nach Wolfgang Schorlau am Montag, 22. November um 20:15 Uhr

Kriminelle Machenschaften in der Berliner Immobilienbranche: Privatdetektiv Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) ermittelt an der Seite von Hacker-Aktivistin Olga Illiescu (Birgit Minichmayr) in einem drastischen Fall von Entmietung. Das Drehbuch von Lars Kraume entstand in enger Zusammenarbeit mit Bestseller-Autor Wolfgang Schorlau, dessen gleichnamiger zehnter Roman aus der «Dengler»-Reihe 2020 bei Kiepenheuer & Witsch erschien. «Kreuzberg-Blues» ist Denglers sechster ZDF-Fall. Regie führt Daniel Rübesam. Es produziert die Bavaria Fiction (Oliver Vogel) gemeinsam mit Cuckoo Clock Entertainment (Raoul Reinert) im Auftrag des ZDF.

Kampf zwischen David und Goliath

In der Wohnung eines Plattenbaus in Berlin-Kreuzberg wird ein Baby durch einen Rattenbiss schwer verletzt. Ezra (Seyneb Saleh), die Mutter des Säuglings, ist eine gute Freundin von Hackerin Olga. Für die ist der Fall schnell klar: Das Ungeziefer ist vorsätzlich ausgesetzt worden, um die Mieter:innen in die Flucht zu treiben. Dahinter kann nur Immobilieninvestor Jan Kröger (Peter Trabner) stecken, der die Hochhausanlage abreißen lassen will, um an deren Stelle Luxusapartments zu bauen. Kröger, der sich selbst als Arbeiterkind versteht, das sich mühsam nach oben gekämpft hat und der Gesellschaft durch die Schaffung und Sanierung von Wohnraum nun etwas zurückgeben möchte, weist die Anschuldigungen vehement von sich. Und tatsächlich spricht viel dafür, dass der Unternehmer unschuldig ist, steht er doch kurz vor einem großen Deal, der durch jede negative Schlagzeile gefährdet würde. Und dann engagiert Kröger ausgerechnet Dengler, um höchstpersönlich zu der Aufklärung des Rattenfalls beizutragen. Ein reines Ablenkungsmanöver, meint Olga – doch Krögers Auftrag ermöglicht dem Ermittler-Team Zugang zum engsten Kreis der Firma. Verdächtig verhalten sich insbesondere Justitiar Gross (Sabin Tambrea) und Krögers Tochter Charlotte (Kira Zurhausen). Indes geht der Horror im Mietshaus weiter: Nach der Rattenaktion greifen die Verantwortlichen zu noch skrupelloseren Mitteln…

Autor Wolfgang Schorlau über die Recherche zu «Dengler – Kreuzberg-Blues»:
«Es gab mehrere überraschende, teils bestürzende Erkenntnisse. Die erste ist: Kein Mieter ist sicher. Denn solange die Wohnungskonzerne viel mehr mit Neuvermietungen als mit ‹normalen› Mieterhöhungen verdienen – das Verhältnis ist 70 zu 30 Prozent – versuchen sie fortwährend, bestehende Mietverhältnisse zu kündigen. Die zweite Überraschung: Wie hart und teils mit krimineller Energie die Entmietungen durchgezogen werden. Und die dritte, die erfreuliche Überraschung: wie groß und lebendig der Widerstand in Berlin mittlerweile ist. Es hat mich nicht gewundert, dass die Initiative zur Enteignung der Wohnungskonzerne bei der Abstimmung eine so überragende Mehrheit gefunden hat.» (Presseportal ZDF)

In weiteren Rollen sind u. a. Marius Lamprecht, Mona Pirzad und Winfried Glatzeder zu sehen.
Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2020 in Berlin statt. «Kreuzberg-Blues» ist ab sofort in der ZDF-Mediathek abrufbar.

© Foto: ZDF / Maor Waisburd