Daniel Kehlmanns «Du hättest gehen sollen» bei Universal Pictures

Daniel Kehlmanns vielgelobte Erzählung «Du hättest gehen sollen» ist nun bei Universal Pictures unter dem Titel «You should have left» zu sehen, vorerst nur in den USA – hoffentlich aber bald auch in Europa. Regisseur David Koepp («Jurassic Park», «Spider Man») hat den Psychothriller für Blumhouse Productions filmisch adaptiert. Die Hauptrollen spielen Amanda Seyfried («Mamma Mia!») und Kevin Bacon («Footlose»), der neben Jason Blum auch für die Produktion mitverantwortlich zeichnet.

Zwischen Wahn und Realität – mit diesem Haus stimmt etwas nicht

Ein einsames Ferienhaus, das hoch über einem abgelegenen Tal thront. Eine Serpentinenstraße führt hinauf zu dem hochmodernen, minimalistischen Bau mit Glasfassaden. Eine Wiese bildet einen sanften Abhang zum Waldessaum hin.
Es ist Dezember: Zerklüftete, kalte blau-weiße Gletscherzinnen ragen über den dunstumwobenen Baumwipfeln empor. Für die Vorweihnachtszeit hat sich ein Ehepaar mit seiner vierjährigen Tochter eingemietet, doch Ferienstimmung stellt sich schon von vornherein keine ein: Das Kind berichtet von merkwürdigen Schatten an der Wand, die Frau tippt Nachrichten an einen ominösen Empfänger ins Handy – und der Mann, der versucht, seine kriselnde Ehe mit diesem Kurzurlaub zu retten, hält seine düsteren Gedanken in einem Tagebuch fest. Doch irgendwann, schleichend, mischen sich auch mysteriöse Beobachtungen zwischen die Notizen: Ein Bild an der Wand verschwindet urplötzlich, sein eigenes Spiegelbild löst sich auf, die Dimensionen des Hauses verändern sich merkbar… Spielt ihm seine von Stress und Eheproblemen geplagte Psyche einen Streich? Sind die Spukgeschichten, die ihnen die Bewohner des Dorfes über das Haus erzählen, nur Mythen, um die Touristen fernzuhalten?
Doch allmählich verschwimmen die Konturen und die drei werden von Geistern der Vergangenheit heimgesucht. Sie müssen erkennen, dass mit diesen vier Wänden etwas ganz und gar nicht stimmt.

Daniel Kehlmanns phantastische Erzählung ist im doppelten Wortsinn unheimlich, die Spirale in den Abgrund entwickelt einen starken Sog – umso mehr, als dem Schrecken etwas zur Seite gestellt wird: die wechselnden Stimmungen in der Familie, das Nebeneinander von Liebe und Gereiztheit, die Sorge um das Kind. «Das Geheimnis ist, dass man sich ja doch liebt.» Ist es so?

In weiteren Rollen: Avery Essex, Geoff Bell und Lowri-Ann Richards. «You should have left» wurde an verschiedenen Orten in Wales gedreht.

Der Trailer zum Film:
https://www.youtube.com/watch?v=Bw0-cV_J9q4

Fotos: Nick Wall / Universal Studios
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