«Aufbruch»: die Geschichte einer Emanzipation

Wo der mit einem Grimme-Preis ausgezeichnete Zweiteiler «Teufelsbraten» aufhörte, setzt der neue Film ein: Nach der Adaption von Ulla Hahns Roman «Das verborgene Wort» folgt nun die Verfilmung des sich anschließenden, autobiografisch geprägten Romans von Ulla Hahn.

Deutschland in den 1960er Jahren. Das Arbeiterkind Hilla hat es geschafft: Sie darf das Aufbaugymnasium besuchen und Abitur machen, obwohl ihre Familie skeptisch bleibt. Auch in der Schule ist sie Außenseiterin. Hilla wird aufgerieben zwischen den Zwängen und Einschränkungen ihrer Herkunft und dem, was sein könnte, zwischen der Sehnsucht nach freiem Denken und der Begrenztheit der Adenauer-Zeit, zwischen ihrem Willen, einmal ein selbstbestimmtes Leben als Schriftstellerin zu führen und dem, was die Eltern und die Männer von ihr erwarten.

Für den inzwischen abgedrehten Film fand das bewährte Team wieder zusammen: Die Rolle der Hilla Palm übernahm erneut Anna Fischer, als ihre Eltern standen Margarita Broich und Ulrich Noethen vor der Kamera, als ihre Großmutter Barbara Nüsse. Das Drehbuch schrieb Volker Einrauch, Regie führte Hermine Huntgeburth. «Aufbruch» ist eine Koproduktion der Tag/Traum Filmproduktion Köln mit WDR und ARD-Degeto, gefördert von der Filmstiftung NRW. Ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest.

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